Wenn ein Steuerstrafverfahren droht …

Das deutsche Steuerrecht ist für seine Komplexität weltweit bekannt. Nicht zuletzt dadurch kommt es immer häufiger zu Steuerstrafverfahren.

Dabei ist das zentrale Delikt die  Steuerhinterziehung gemäß § 370 Abgabenordnung (AO). Dabei kann die Hinterziehung durch aktives Tun oder Unterlassen einer Meldung erfolgen.

Ist erst einmal ein Steuerstrafverfahren eingeleitet, entfällt die Möglichkeit der strafbefreienden Selbstanzeige, die es in diese Form außerhalb Deutschlands selten gibt.  Deshalb ist in letzter Zeit auch eine Diskussion darüber entbrannt, ob das Institut der Selbstanzeige noch zeitgemäß ist. Dabei wurden zunächst zumindest die Bedingungen, die an eine Selbstanzeige geknüpft sind erheblich verschärft.

Unabhängig davon, ob es für eine Selbstanzeige bereits zu spät ist, sollte in allen Fällen, in denen eine Steuerstrafverfahren bereits eingeleitet wurde oder droht, ein spezialisierter Rechtsbeistand beigezogen werden. Auch wenn es nur mehr darum geht, das Strafmaß zu mildern, kann eine erfahrener Rechtsbeistand von ungeahnter Hilfe sein. Durch die Verquickung von Straf- und Steuerrecht wird ein sehr hoher Anspruch auch an den Berater gestellt.

Das Steuerstrafrecht ist nicht nur eine ungewöhnliche Herausforderung an den Betroffenen, sondern auch an den Berater.

 

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