Grundsteuer im Großraum Berlin

Neben der Gewerbesteuer ist die Grundsteuer die zweitwichtigste Realsteuer, über welche Gemeinden durch die Festsetzung des Hebesatzes Einfluss nehmen können. In Berlin ist dabei zu beachten, dass die Ermittlung der Grundsteuer im ehemaligen Westen der Stadt verschieden von der im Beitrittsgebiet Berlin ist.

Besteuerungsgrundlage ist im ehemaligen Westen grundsätzlich der Einheitswert; er wird von der Bewertungsstelle des jeweils zuständigen Finanzamts (Lagefinanzamt) nach den Wertverhältnissen von 1964 festgestellt. Im Beitrittsgebiet Berlins ist auf den Einheitswert, der nach den Wertverhältnissen des Jahres 1935 festgestellt wurde oder festzustellen ist, abzustellen. Ausnahmsweise kann für dort vor 1991 entstandene Mietwohngrundstücke und Einfamilienhäuser, für die kein Einheitswert 1935 festgestellt wurde, ersatzweise die Wohn- oder Nutzfläche als Bemessungsgrundlage verwendet werden. Ein Steuerberater versteht auch etwas von Liquidität und Rentabilität, er erklärt diesen Zusammenhang auch gerne seinen Mandanten.

Auf die obige Besteuerungsgrundlage (Einheitswert / Ersatzwirtschaftswert) ist von den zuständigen Finanzämtern die jeweilige Steuermesszahl anzuwenden. Diese beträgt

  • für Wohngrundstücke im ehemaligen West-Berlin: abhängig von der Grundstücksart zwischen 2,1 und 3,5
  • für Wohngrundstücke im Beitrittsgebiet Berlin: abhängig von der Grundstücksart zwischen 6,0 und 10,0
  • für unbebaute Grundstücke: 10
  • für land- und forstwirtschaftliche Grundstücke: 6

 Auf den sich daraus ergebenden Steuermessbetrag ist der Hebesatz der jeweiligen Gemeinde anzuwenden. Er beträgt in den nachfolgenden Gemeinden (Grundsteuer A = Agrargrundstücke, Grundsteuer B = restliche Grundstücke)

  • Berlin 150 % (Grundsteuer A) bzw. 810 % (Grundsteuer B)
  • Potsdam  250 % bzw. 493 %
  • Bernau 200 % bzw. 400 %
  • Kleinmachnow 200 % bzw. 300 %
  • Märkische Heide 361 % bzw. 847 %

Auch wenn die Grundsteuer nicht zu den wichtigsten Fakrtoren bei der Wahl des Wohn- bzw. Gesellschaftssitzes zählen dürfte, haben die Gemeinden durch die Festsetzung der Hebesätze einen gewissen Einfluss auf die Attraktivität bzw. die Zuzugsbereitschaft des Standorts.

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